Über mich

Dennis Mattern – Wandelnde Gedichte

Mein Weg des Schöpfers

Erste Wege

1983 geboren, wuchs ich in meiner westfälischen Heimatstadt Ochtrup auf und verbrachte dort eine sehr schöne Kindheit. Ich hatte als Kind, neben meinen beiden Brüdern und vielen Freunden, alles um glücklich zu sein und erinnere mich an viele schöne Momente. In meiner Jugend dann trennten sich meine Eltern und die Familie zerbrach. Auch ohne Rosenkrieg stellte die Situation mich vor große emotionale Herausforderungen. Dennoch war ich ein lebensfroher Mensch und liebte das Fußballspielen, meine Freunde, den Stammtisch, das Motorradfahren und das Ehrenamt. Es folgte die erste gemeinsame Wohnung mit meiner ersten große Liebe, Hund und meinen Koi-Karpfen, die Rucksackreisen mit meinem jüngeren Bruder und das Kellnern in der Szenekneipe “Boulevard” von meinem älteren Bruder. Es wurde regelmäßig und wild zu jedem oder auch ohne Anlass mit viel Alkohol gefeiert, oft bis in die Morgenstunden hinein.

Berufsweg

Beruflich entschied ich mich nach der Schule etwas orientierungslos für eine Ausbildung zum Industriemechaniker und dadurch gleichzeitig für eine raue Handwerkszeit, in der der Lehrling noch von den Altgesellen “geformt” werden sollte. Diese neue Berufswelt war ein großer Kontrast zu meiner vorherigen Schulzeit und schon während der Ausbildung war für mich klar, dass ich nicht in diesem Beruf bleiben möchte. So führte mich ein Gespräch mit einem damaligen Freund in eine zweite Ausbildung zum kaufmännischen Assistenten für Fremdsprachen. Diese rein schulische Ausbildung zog eine verkürzte Ausbildung zum Industriekaufmann und eine Weiterbildung zum staatlich geprüften Betriebswirt nach sich. Ich verfolgte mein Ziel einer hohen Karriere. Dazu folgte 2009 ein Stellenwechsel und ich bildete mir ein, ich hätte mein Ziel mit einer neuen Stelle in der Assistenz der Geschäftsleitung und mit der Unterstützung beim Aufbau eines ausländischen Vertriebsnetzes endlich erreicht. Doch schon nach kurzer Zeit fühlte ich mich unglücklich. Das blieb auch nicht ungesehen und nach nur drei Monaten zog das Unternehmen die Reißleine. Erst Jahre später erkannte ich, dass ich mich mit meiner geringen Berufserfahrung völlig überschätzt hatte. Die Situation stürzte mich in die Arbeitslosigkeit und damit in eine berufliche Krise.

Meine Reise in ein vergangenes Leben

In dieser Phase lenkte ich mich mit Computerspielen und vielen Videos von der Plattform YouTube vom Leben ab. Dort stieß ich auf eine Fernsehaufnahme, bei der sich eine Frau vor laufender Kamera in Trance versetzen ließ und so eine Reise in ein vergangenes Leben erlebte. Sie erinnerte sich an ihren Namen und besuchte im Anschluss den Ort aus dem Vorleben. Dieses Video inspirierte mich und ich wollte selbst herausfinden, ob es nur Show war oder sich dahinter vielleicht sogar mehr verbarg. Ich kontaktierte den Rückführungsbegleiter aus der Sendung und buchte bei ihm eine Rückführung. Mein Bruder André begleitete mich dorthin und als wir dort ankamen, war der Mann kurzfristig verhindert, so dass seine Frau die Rückführung durchführte. Ich wurde in Trance versetzt und sah wie in einem Traum viele Bilder und Sequenzen vor meinem inneren Auge und fühlte die dazugehörigen Gefühle so, als wenn ich noch einmal dort gewesen wäre. Der Inhalt jedoch wirkte auf mich eher wie ein fiktives Drehbuch für einen erfolgreichen Kinofilm. Ich war der Mann mit dem Falken, der einen mystischen Stein erhielt, die unter Glaubenszwang stehenden Dörfer zu einem Aufstand vereinte und das “Buch der Menschheit” aus den Händen der katholischen Kirche befreite. Dieses Buch beschreibt unsere wahre Geschichte und wartet in diesem Leben bei einem mexikanischen Naturvolk erneut auf mich. Klingt doch ganz glaubhaft, oder?! Nein im ernst, das passte so gar nicht zu meiner damaligen Erwartungshaltung. Mein Bruder und ich scherzten anschließend bei einem Bierchen über diese sonderbare Erfahrung und ich legte die Rückführung damit ab. Doch das Lachen darüber sollte mir noch eines Tages vergehen…

Fahrradreise

Inzwischen hatte ich wieder Arbeit gefunden und sparte fleißig für meinen Kindheitstraum, den ich mir im Juni 2012 mit meinem jüngeren Bruder André erfüllte: Eine Weltreise. Nach dem Motto “Heute schon gelebt?!” verließen wir Ochtrup für ein Jahr mit dem Fahrrad. Wie wundervoll das Leben doch sein kann! Der Trip führte uns durch Europa, Asien und Australien und beschenkte mich mit vielen unvergesslichen Erlebnissen. Als mein Bruder mich aufgrund einer Knieverletzung für drei Monate ab Bangkok verließ, stieß ich kurze Zeit später in Perth auf ein ausgewandertes Paar aus Iserlohn. Die Reisekasse war nahezu leer und ich suchte gerade nach Arbeit und einer möglichst günstigen Bleibe. Als das Paar mich zum Kennenlernen zu ihnen nach Hause einlud, geschah das Unglaubliche für meinen Verstand. Ich setzte mich an den Esstisch zum Kaffee und mein Blick fiel auf den Computertisch im Raum. Der PC war angeschaltet und zeigte ein Bild mit einem Symbol, welches mich augenblicklich erstarren und alle Haare meines Körpers zu Berge stehen ließ. In meiner damals erlebten Rückführung sah ich das “Buch der Menschheit” mit einem roten Umschlag und einem kleinen Symbol auf dem Buchrücken. Es war genau das Symbol auf dem Bildschirm. Es war der Querschnitt der menschlichen Zirbeldrüse, der von der Form her dem ägyptischen Horus-Auge gleicht. Ich musste mich erst einmal sammeln und wie als hätte die Frau von meinen Augen abgelesen, fing sie gut aufgelegt an darüber zu erzählen. Ich hatte meine Rückführung nicht angesprochen und all die Erinnerungen von dem damaligen Leben mit den vermeintlichen Visionen über die heutige Zeit erwachten in mir aufs Neue. War es also wahr?! Würde es auf der Welt ein großes Erwachen, sprich einen Bewusstseinsaufstieg der Menschheit mit einem großen Wandel geben? Dürfen die vielen Pyramiden auf der Welt tatsächlich nicht zerstört werden? Und gibt es das “Buch der Menschheit” und diesen mystischen Stein wirklich? Ich war völlig von der Rolle und nahm das Angebot vom kostenlosen Gästezimmer fast nur noch nebensächlich an. Diese Schlüsselbegegnung mit dem deutschen Paar erwies sich als echter Segen für mich, denn der Mann besorgte mir schnell eine Arbeit und als ich am Geldautomaten das letzte Reisegeld vergeblich ziehen wollte, wurde mein erster australischer Lohn genau einen Tag später ausgezahlt. Das Paar führte mich auch zu einem Kristallhändler in den Bergen von Perth, der sich ein komplett rundes Haus mitten im australischen Dschungel gebaut hatte. Hier lernte ich vieles über die Qualitäten der Steine und bei einer Klangschalen-Meditation mit Aborigines fühlte ich zum ersten Mal die Kraft der Steine. Ich konnte mir zu diesem Zeitpunkt all das nicht erklären und nahm diese Erfahrungen zunächst als ein Reiseabenteuer mit. Nur kurze Zeit später gab es einen Zwischenfall auf der Arbeit: Bei einer Maschinenreparatur erlitt ich unter großem Kraftaufwand einen Stich in der Halswirbelsäule. Dieses Ereignis veränderte schlagartig mein Leben. Als mein Bruder wieder aufschloss und wir vom deutschen Paar zum Abschied einen kleinen Toyota Tercel für die Weiterreise geschenkt bekamen, begleiteten mich für den Rest der Reise zunehmend Rückenschmerzen und schränkten mich immer mehr ein.

Mein Wandel

Nach meiner Heimkehr in 2013 wurde ich ca. zwei Jahre lang medizinisch untersucht und ließ mich auf diverse Therapievorschläge ein. Ich hörte viele unterschiedliche Meinungen, sammelte prägende Erfahrungen und war am Ende verzweifelt und nicht geheilt. Auch meine erste große Liebe hatte nach zehn gemeinsamen Jahren die lange Fahrradreise nicht überstanden und mein Leben lag zusammen mit meinem schlechten Gesundheitszustand in Scherben. Ich ließ mich krankschreiben, zog mich immer mehr aus dem Leben zurück und irgendwann waren meine Rückenschmerzen einfach so unerträglich geworden, dass ich anfing zu weinen und aus dieser Verzweiflung heraus betete. Ich wusste einfach nicht mehr weiter und sah keinen Ausweg mehr. Zu dieser Zeit steckte mir ein Osteopath einen kleinen Zettel mit Namen und Telefonnummer zu. Dieser Osteopath war für mich meine letzte Hoffnung auf der langen Suche nach Besserung. Er empfahl mir dort anzurufen, falls auch seine Behandlung nicht den gewünschten Erfolg bringen würde. So kam es auch und als ich schließlich die Telefonnummer wählte, meldete sich am anderen Ende der Leitung ein Reiki-Heiler. Ich war skeptisch, doch was hatte ich jetzt noch zu verlieren? Ich ließ mich ein und der Reiki-Heiler brachte mit einer energetischen Heilbehandlung mein Weltbild weiter stark ins Wanken, denn nach all der langen Leidenszeit verspürte ich zum ersten Mal eine Verbesserung meines Gesundheitszustands. Das löste in mir neuen Lebensmut aus und mein Leben nahm eine Kehrtwende. Es wuchs in mir ein starker Wunsch so etwas auch zu können, zunächst um mir selbst weiterzuhelfen. So betrat ich 2014 bewusst den spirituellen Pfad und erlernte das Reiki. Ich fühlte, wie meine Wahrnehmung sich zu verändern begann und mit neu gewonnenen Perspektiven gestaltete ich mein Leben um. Das führte mich 2015 zu einer weichenstellenden Entscheidung: Ich ließ los und zog mit lediglich zwei Autofuhren persönlicher Wertgegenstände für eine Erdenhüter-Ausbildung in den Kreis Lippe nach Horn-Bad Meinberg. Etwas später ergab sich parallel dazu eine weitere Ausbildung zum Spirituellen Heilmedium im selben Institut – diese Zeit war die Ausbildung meines Lebens. Dieser Weg führte mich auch zu meiner heutigen Frau Anne, mit der ich mir ein neues Leben aufbaute. Gemeinsam haben wir zwei wundervolle Töchter.

Dichtkunst

Im April 2019 kam dann das Gedichteschreiben zu mir. Eines Morgens ging ich vor meiner Büroarbeit  im nahe gelegenen Wald spazieren und verspürte einen besonders hohen Drang zum Schreiben. Ich hatte keinen Stift und kein Papier dabei und ärgerte mich, bis ich auf die Idee kam, meine bislang noch ungenutzte Notiz-App vom Smartphone zu benutzen. Ich öffnete die App und tippte einfach ein, was in dem Moment kam. So entstand das erste Gedicht “Der Weg des Schöpfers”. Noch nie zuvor hatte ich ein Gedicht geschrieben. Ich las es mir mehrere Male durch und fühlte, dass es einen tiefen inneren Wunsch von mir ausdrückte etwas zu schöpfen, worin ich wahre Erfüllung finde. Es folgten mehr und mehr Gedichte und ich verstand darin einen Spiegel meiner eigenen und kollektiver Entwicklungsprozesse, in denen ich entweder aktuell war oder die ich gerade gemeistert hatte.

Kristalle

Im Laufe der Zeit erinnerte ich mich an verschiedene vergangene Leben, unter anderem an ein Leben als Kristallhüter aus Atlantis. Nun verstand ich meine hohe Anziehungskraft zu Steinen besser. Es formte sich die Idee meine Gedichte handgeschrieben in Kombination mit einem von mir intuitiv ausgewähltem Edelstein oder Kristall zum Verkauf anzubieten. Dann folgte der Impuls, ein Buch in die Welt zu bringen und mit dieser Entscheidung beendete ich Ende 2020 meinen Bürojob, um mich voll und ganz meiner neuen Aufgabe hingeben zu können.

Rückwirkend betrachtet bin ich sehr dankbar für meinen Weg. Ich habe Vieles gelernt, unter anderem, dass jede Situation, sollte sie noch so schwer und dunkel erscheinen, stets ein großes Entwicklungspotenzial und den Schlüssel zur Heilung bereits in sich trägt.